Paralympische Winterspiele

Seit dem Jahr 1976 werden auch Olympische Winterspiele für Behinderte ausgetragen und, genau wie die Sommerspiele auch, vom Internationalen Paralympischen Komitee, dem IPC, organisiert.

Geschichte

1976 fanden im schwedischen Örnsköldsvik zum ersten Mal Winter Paralympics statt. 250 Skifahrer aus vierzehn Nationen kämpften dabei in verschieden Disziplinen um Edelmetall.

Vier Jahre später in Norwegen (Geilo) waren schon 350 Sportler aus achtzehn Nationen am Start.

1984, nach der Absage von Sarajevo, wo vorher die Olympischen Winterspiele der Unversehrten stattfanden, wurde mit Innsbruck (Österreich) schnell ein Ersatzaustragungsort gefunden.

1988 übernahm die Tiroler Landeshauptstadt, nachdem schon alle Einrichtungen vorhanden waren, gleich wieder die Rolle des Gastgebers.

1992 wurden die Winter-Paralympics zu ersten Mal am gleichen Ort wie die Olympischen Winterspiele, im französischen Albertville,ausgetragen.

Das norwegische Lillehammer setzte nicht nur bei den Olympischen Winterspielen 1994 neue Maßstäbe in puncto Wettkampfstätten, Organisation und Begeisterung der Zuschauer. Auch die Paralympics erreichten mit 1.000 TeilnehmerInnen aus 31 Ländern eine neue Rekordmarke.

2001 vereinbarten das IOC, das Internationale Olympische Komitee und das IPC, dass künftig die Winter-Paralympics immer zwei Wochen nach den Olympischen Winterspielen am gleichen Ort stattfinden müssen. Bewerbungen für künftige Spiele müssen seitdem auch die Ausrichtung von Paralympics beinhalten.

Bei den Winter-Paralympics in Vancouver 2010 waren über 600 SportlerInnen aus mehr als vierzig Nationen gemeldet.

Bei den letzten Paralympics in Pyeongchang (Südkorea) nahmen 570 Sportler und Sportlerinnen aus 49 Nationen teil und bestritten achtzig Wettbewerbe in sechs unterschiedlichen Sportarten.

Disziplinen

Bei den Paralympics im Winter werden verschiedene Disziplinen aus den Bereichen Ski Alpin, Ski Nordisch, Sledge-Eishockey, Rollstuhlcurling, Biathlon und Snowboarding ausgetragen. Ab den Spielen 2022 in Peking wird auch der Bobsport in das Programm aufgenommen.

Die erfolgreichsten Nationen

Den ewigen Medaillenspiegel führt Deutschland mit 364 Medaillen an (137 Gold/121 Silber/106 Bronze). Dahinter liegt Norwegen mit 327 Medaillen (136/108/85) und auf Platz drei ist die USA mit 315 mal Edelmetall (111/119/85)