Internationale Wettbewerbe für behinderte SportlerInnen

Neben den Paralympischen Spielen im Sommer und Winter, die im Anschluss an Olympische Spiele stattfinden, an denen nur SportlerInnen teilnehmen, die eine körperliche Behinderung haben, gibt es zwei weitere Wettbewerbe für geistig Behinderte und Gehörlose. Beide Wettbewerbe sind vom Olympischen Komitee, dem IOC, anerkannt und dürfen deshalb auch die Bezeichnung Olympia beziehungsweise Olympics im Namen tragen. Diese möchten wir Ihnen hier kurz vorstellen.

Special Olympics

Diese Veranstaltung wurde im Jahr 1968 von der US-Amerikanerin Eunica Shriver, eine Schwester der Kennedy-Brüder John F. und Robert, gegründet. Grund dafür war die Erkrankung ihrer Schwester Rosemarie Kennedy nach einer Lobotomie.

Sommer Special Olympics

Die ersten Spiele fanden 1968 in Chicago statt und werden seit 1975 im Vier-Jahre-Rhythmus ausgetragen. Erst seit der Jahrtausendwende finden die Spiele auch außerhalb der USA statt. 2023 werden die Wettkämpfe in Berlin durchgeführt.

Unter anderen gehören Badminton, Basketball, Fußball, Gewichtheben, Handball, Leichtathletik, Tennis und Volleyball zu den Sportarten, die hier ausgetragen werden.

Die Teilnehmerzahl beträgt zwischen 6.500 und 7.500 geistig behinderten Sporttreibenden.

Winter Special Olympics

Seit 1977 wird der Wettbewerb ausgetragen und seit 1993 auch in Ländern außerhalb der USA veranstaltet.

Zu den offiziellen Sportarten im Winter zählen unter anderen Alpinski, Eiskunstlauf, Skilanglauf, Snowboard und Schneeschuhlaufen.

Deaflympics

Der ehemals als Gehörlosen-Weltspiele bekannte Wettbewerb wird alle vier Jahre, jeweils ein Jahr nach Olympia, ausgetragen. Im Gegensatz zu den Paralympics müssen die Wettkämpfe nicht an den Austragungsorten der Olympischen Spiele stattfinden.

Sommer-Deaflympics

Die Sommerspiele werden seit 1924 ausgetragen. Damals fanden sie in Paris statt.

Die offiziellen Sportarten sind unter anderen Basketball, Handball, Fußball, Judo, Taekwondo, Schwimmen, Leichtathletik. Die Anzahl der Teilnehmenden lag bei den letzten drei Wettkämpfen zwischen 2.500 und 3.000.

Winter-Deaflympics

Die Winterspiele der Gehörlosen wurden 1949 das erste Mal in Seefeld/Tirol ausgetragen.

Ski Alpin, Ski Nordisch, Curling, Snowboard und Eishockey stehen als Wettbewerbe auf dem Programm. Die Teilnehmerzahlen blieben in den letzten dreißig Jahren konstant bei 300 bis 350.